Sind Sie bereit für Ihre Immobilie? Haben Sie an alles gedacht? Oder bauen Sie auf ein Luftschloss?

Mit dieser „kleinen“ Checkliste möchte ich Ihnen eine Hilfestellung geben die vielleicht über Ihr „Leben“ (Glücklich oder Unglücklich) entscheiden kann. Die wenigsten von uns machen sich über den Kauf einer Immobilie fast bis keine großen Gedanken. Nach dem Motto: „Wird schon passen“ Ich bin der Meinung, dass sich der Immobilienkauf auf jeden Fall lohnt. Im Folgenden habe ich Ihnen wichtige Details für Sie aufgeschrieben. Nehmen Sie sich einfach ein bisschen Zeit zum Lesen und überprüfen Sie ihre bisherigen Entscheidungen ob Sie auch „wirklich“ an alles gedacht haben!

Planen Sie Ihre Finanzierung von Anfang an richtig!

  • Seien Sie bei den Ausgaben ehrlich zu sich. Was hilft es Ihnen wenn die Kreditraten bezahlt werden können, aber für alles andere Telefon, allgemeine Lebenshaltungskosten, Auto (Kredit, Reifen, Reparaturen, Steuern, Versicherung), sämtliche Versicherungen, Kindergartengebühren, Schulgebühren, Kleidung, Urlaub, Hobby und Vergnügen, Strom, Wasser, Müllabfuhr, Heizung und Rücklagen für die Immobilie und Privat kein Geld übrig ist?
  • Machen Sie deshalb vorab!!! eine Aufstellung mit Ihren jetzigen Ausgaben und berücksichtigen Sie dabei evtl. die letzten 3 Jahre mit. Es tauchen immer wieder Zahlungen auf, die nur einmal im Jahr oder anders fällig sind.

Fordern Sie kostenfrei Ihre Aufstellung an. Bitte geben Sie das Stichwort: Aufstellung Fixkosten an.

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Kennen Sie Ihren Bonitäts-Score? Dieser sollte über 96 Prozent liegen. Ja, auch hier sollten Sie sich Bewusst machen, dass dieser einen Einfluss auf Ihren Kredit haben wird. In Ihrem eigenen Interesse ist es daher dringend ratsam, über die dort gespeicherten Bonitätsinformationen Bescheid zu wissen, denn sie haben einen starken Einfluss auf:

  1. Die Finanzierbarkeit Ihrer Immobilie
  2. Es ist nicht auszuschließen, dass Fehl- und Falschinformationen dort gespeichert sind
  3. Die Bewertungen sind schwer nachzuvollziehen und bedürfen evtl. Klärungen. Dies geschieht nicht von heute auf morgen!

Wie Sie Ihre Bonität oder derzeitige finanzielle Lage einschätzen ist nicht entscheidend. Die Banken und Finanzierer sehen das immer anders!

Erkundigen Sie sich vorab bei den zuständigen Auskunfteien. Dies kann zum Beispiel bei der SCHUFA eingeholt werden. Einmal im Jahr bekommt man dort eine KOSTENFREIE Auskunft.

Bestellformular: Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz

Meine Empfehlung für Sie.

Holen Sie sich mindestens 1mal pro Jahr Ihre Auskunft ein. Überprüfen Sie die Aufstellung auf Richtigkeit. Reklamieren Sie Falschinformationen sofort. Fragen Sie, falls Sie nicht weiterkommen, einen Anwalt.

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Art der Finanzierung – Annuitätendarlehen

Hier gebe ich Ihnen die Möglichkeit über 2 verschiedene Tilgungsmöglichkeiten des Annuitätendarlehens. Dies ist die häufigste Art mit der Immobilien finanziert werden. Achten Sie bitte auf die Höhe der Tilgung! Hier kann viel Geld verloren gehen oder eingespart werden.

Beispiel: Darlehen 100.000,00 €, Zinssatz 5 % p.a., Tilgung 1%.

Für die ersten drei Jahre sieht der Tilgungsplan wie folgt aus:

Jahr Restschuld

Anfang des

Jahres

Zinsen Tilgung Annuität p.a.

(Zins/Tilgung)

Restschuld Restschuld

%

1 100.000,00 5.000,00 1.000,00 6.000,00 99.000,00 99%
2 99.000,00 4.950,00 1.050,00 6.000,00 97.950,00 97,95%
3 97.950,00 4.897,50 1.102,50 6.000,00 96.847,50 96,85%

Ergebnis: Sie würden dieses Darlehen in dieser Form in ca. 37 Jahren zurückzahlen. Dafür haben Sie dann gesamt: 120.371,85 € Zinsen gezahlt. Das ist im Verhältnis zum Darlehensbetrag 120,37%. Ihre monatliche Belastung beträgt: 500,00 €

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Beispiel: Darlehen € 100.000,00 €, Zinssatz: 5% p.a., Tilgung: 5%

Für die ersten drei Jahre sieht der Tilgungsplan wie folgt aus:

Jahr Restschuld

Anfang des

Jahres

Zinsen Tilgung Annuität p.a.

(Zins/Tilgung)

Restschuld Restschuld

%

1 100.000,00 5.000,00 5.000,00 10.000,00 95.000,00 95%
2 95.000,00 4.750,00 5.250,00 10.000,00 89.750,00 89,75%
3 89.750,00 4.487,50 5.512,50 10.000,00 84.237,50 84,24%

Ergebnis: Sie würden dieses Darlehen in dieser Form in ca. 16 Jahren zurückzahlen. Dafür haben Sie dann gesamt: 42.107,18 € Zinsen gezahlt. Das ist im Verhältnis zum Darlehensbetrag: 42,11%. Ihre monatliche Belastung beträgt: 833,33 €

Gerne sende ich Ihnen kostenfrei den vollständigen Zins/Tilgungsrechner zu. Bitte geben Sie dazu das Stichwort: Zins/Tilgungsrechner an.

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Anfallende Nebenkosten- bzw. Gebühren beim Kauf mit Berücksichtigen

(Gutachter, Notar, Makler, Grundbuchamt, Finanzamt)

Diese betragen bis zu 20% und sollten immer als Eigenkapital vorliegen. Besser noch 30 % Eigenkapitalrate. Auch hier ein kleines Rechenbeispiel für Sie:

Notarkosten betragen bis zu 2% des Kaufpreises,

Grunderwerbssteuer bis zu 6,5 % abhängig vom jeweiligen Bundesland

Maklercourtage bis zu 7,14 % incl. ges. MWSt abhängig vom jeweiligen Bundesland

Beispiel: Kaufpreis der Immobilie: 350.000 Euro

Nebenkosten:
Notar: 2% x 350.000 Euro = 7.000 Euro
Grunderwerbsteuer: 3,50%** x 350.000 Euro = 12.250 Euro
Maklercourtage: 3,57%** x 350.000,00 Euro = 12.495 Euro
Nebenkosten insgesamt: 31.745 Euro
Kaufpreis + Nebenkosten: = 381.745 Euro
**je nach Bundesland unterschiedlich hoch

 

Lage und Qualität der Immobilie unter die Lupe nehmen!

Eines der wichtigsten Kriterien überhaupt. Wo soll die Immobilie sein? Achten Sie darauf, dass die Besichtigungen nicht am Wochenende sind! Hier kann es möglich sein, dass die Straße die am Wochenende wenig befahren wird, sich unter der Woche als Hauptverkehrsader entpuppt. Die Lage des Gartens ist somit auch ein besonderer Punkt. Achten Sie auf die Himmelsrichtungen. Wollen Sie einen sonnigen oder eher halbschattigen Garten? Oder ist es völlig egal? Liegt ein Fluss in unmittelbarer Nähe? Erkundigen Sie sich nach Hochwasserschutzmaßnahmen. Ein netter kleiner Bachlauf, kann sich schnell in einen Sturzbach entwickeln. Achten Sie auf Feuchtigkeitsflecken, sowie Außen, Innenbereich und Keller. Wenn die Immobilie „frisch“ gestrichen wurde, deutet das meistens darauf hin, das etwas verborgen werden soll.

Die vorherige Nutzung des Grundstückes, wg. Bodenkontaminierung sollte unbedingt geklärt werden.

Wie darf das Grundstück bebaut werden? Das erfahren Sie aus dem Bebauungsplan, der beim zuständigen Bauamt eingesehen werden sollte. Wie darf ich das Haus um- oder ausbauen?

Welche Nutzungsbeschränkungen liegen vor? Diese sind im Baulastenverzeichnis des zuständigen Bauamtes einzusehen. Kleiner Tipp: Schauen Sie sich auch die Baulastenverzeichnisse der Nachbargrundstücke mit an!

Liegt ein Energieausweis vor? Ist die Immobilie ein Energieverschwender oder Sparmeister. Lassen Sie sich auch die letzten 3-5 Betriebskostenabrechnungen zeigen. Andernfalls kann der Verbrauch gut über die letzten Heizmaterialrechnungen eingesehen werden. Im Winter wenn es schneit und Schnee auf dem Dach liegen sollte, kann man ganz gut erkennen wo die Wärme hingeht!

Unbedingt beim Kauf einer Eigentumswohnung sich immer die letzten 5 Jahre der Eigentümerversammlungsprotokolle zeigen lassen!!! Die meisten weisen nur die letzten 3 Jahre aus. Das kann gut gehen oder wie es einem Käufer einer Eigentumswohnung erging, er durfte sich an der Dachsanierung die vor 4 Jahren beschlossen wurde, beteiligen. Ein großer Teil seines eigentlich für die Rente gesparten, ging für die Sanierung drauf.

Aus dem Grundbuchauszug erfahren Sie ob der Verkäufer alleiniger Eigentümer ist.               

Steht die Immobilie unter Denkmalschutz? Hier kommen Beschränkungen auf Sie zu.

Und denken Sie daran, dass Sie älter werden!!! Gerade dann werden Sie sich darüber sehr freuen, dass Sie die Umbaumaßnahmen schon frühzeitig angepasst haben. Das spart Geld und viel Zeit. Beispiel: Ebenerdige Dusche, Lift, breite Türen, genügend Platz zum Fahren mit Rollstuhl oder Rollator. Glauben Sie mir, die Zeit wird kommen.

   

Was machen wir bei einer Trennung?

Da ist die Immobilie ein häufiger Streitpunkt. Teilungsversteigerung, Darlehen ablösen, Ehevertrag? Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber, was ist wenn….

                                                                                      

Richtig vererben!

Frühzeitig über die Maßnahmen der Vererbung nachdenken. Auch hier ist ein großes Einsparpotenzial zu verzeichnen. Die heutigen Freibeträge reichen vielerorts nicht mehr aus. Dann kommt der Fiskus auf die Erben zu und die Immobilie wird im schlechtesten Fall veräußert. Auch hier gibt es gute Strategien dieses zu umgehen.

 

Die Immobilie richtig versichern!

  • Während der Bauphase: Feuer-Rohbauversicherung, Bauleistungsversicherung
  • Selbstgenutztes Eigenheim: Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, Gebäudeversicherung mit Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie weitere Elementargefahren, Gewässerschadenhaftpflichtversicherung – Heizungsanlage wie ÖL                                                                          

Sich selbst versichern!

Unverhofft kommt oft. Bitte sichern Sie sich und ihre Familie ab!! Es kann im äußersten Fall um ein sehr beruhigendes Gefühl gehen. Die Kreditraten und alle Fixkosten müssen bezahlt werden. Überlassen Sie es nicht dem Zufall.

  • Sich und die Familie versichern – Krankentagegeld, Invalidität/Unfallrente, Berufsunfähigkeit, Risikolebensversicherung incl. Todesfallschutz

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